„Die teuerste Tagescreme kann nicht ausgleichen, was dem Körper von innen fehlt. Gesunde, strahlende Haut im Sommer beginnt im Darm, in der Leber und in der Mikronährstoffversorgung – nicht im Badezimmer.“
Im Sommer wird die Haut stärker beansprucht als in jeder anderen Jahreszeit: UV-Strahlung, Hitze, Schwitzen, Chlor im Freibad, Salzwasser am Meer – und dazu oft eine Ernährung, die sich von Grillabenden und Eis nicht gerade durch Nährstoffdichte auszeichnet. Das Ergebnis: viele Frauen klagen im Sommer über unreine Haut, Pigmentflecken, Trockenheit trotz Feuchtigkeit oder schnellere Hautalterung.
Was Haut und Haare im Sommer wirklich brauchen
Wasser – aber das richtige: Dehydrierung ist der häufigste Grund für fahle, trockene Haut im Sommer. Richtig trinken bedeutet: 1,5 bis 2,5 Liter täglich, verteilt über den Tag, nicht erst wenn Durst auftritt. Leitungswasser ist in Deutschland gut – aber oft sehr kalkhaltig, was die Haut belasten kann. Gefiltertes oder stilles Wasser ist für die Haut vorteilhafter.
Kollagen-Bildner: Kollagen ist das Strukturprotein der Haut – es sorgt für Festigkeit, Elastizität und Feuchtigkeitsspeicherung. Ab dem 25. Lebensjahr sinkt die körpereigene Kollagenproduktion. UV-Strahlung beschleunigt diesen Abbau. Was hilft: Vitamin C (essentiell für Kollagensynthese), Silizium, Zink und eine proteinreiche Ernährung.
Antioxidantien: Freie Radikale, die durch UV-Strahlung entstehen, greifen Hautzellen an. Antioxidantien neutralisieren sie. Natürliche Quellen: Beeren (Heidelbeere, Himbeere), grüner Tee, Tomaten (Lycopin), rote und orange Gemüsesorten (Beta-Carotin), dunkle Schokolade.
Die Darm-Haut-Achse
Unreine Haut im Sommer hat häufig nichts mit der Hautpflege zu tun – sondern mit dem Darm. Die sogenannte Darm-Haut-Achse ist wissenschaftlich gut belegt: Ein gestörtes Darmmikrobiom führt zu systemischen Entzündungen, die sich unter anderem in der Haut zeigen. Akne, Ekzeme, Rosacea und Pigmentstörungen werden zunehmend mit Darmgesundheit in Verbindung gebracht.
Im Sommer verschlechtert sich die Darmgesundheit oft: Hitze, veränderte Ernährung (mehr Zucker, Alkohol, weniger Gemüse), Reisestress und veränderte Schlafrhythmen belasten das Mikrobiom.
Was Haare im Sommer besonders belastet
Sonne, Salzwasser, Chlor und Hitze schädigen das Haarprotein Keratin und entziehen der Haarstruktur Feuchtigkeit. Gleichzeitig brauchen Haarfollikel im Sommer mehr Mikronährstoffe, weil das Haarwachstum saisonal schwankt.
Was hilft: Biotin (Vitamin B7) für Haarstruktur, Zink für das Haarwachstum, Eisen (Mangel ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall, besonders bei Frauen), Silizium für Festigkeit. Und: UV-Schutz für die Haare – hitzebeständige Sprays oder einfach ein Hut.
Konkrete Sommerernährung für die Haut
- Täglich: Bunt essen – viele verschiedenfarbige Gemüsesorten und Früchte liefern verschiedene Antioxidantien
- Täglich: Ausreichend gesunde Fette (Avocado, Nüsse, Olivenöl) – Haut braucht Fett für Barrierefunktion
- Reduzieren: Zucker erhöht Glykierung – einen Prozess, der Kollagen versteift und Haut altern lässt
- Reduzieren: Alkohol entzieht der Haut Feuchtigkeit und beeinträchtigt die Schlafqualität – beides sieht man
- Ergänzen: Vitamin C, Zink, Silizium, Biotin – besonders wenn die Ernährung im Sommer weniger ausgewogen ist
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